Freitag, 8. Juli 2016

Sandvik auf Öland

Der Morgen begann grau, aber die Prognosen waren nicht so schlecht, so dass wir trotzdem wieder früh los sind. Unter Segeln bei schwachen westlichen Winden ging es zwischen Schauerfronten 22 Seemeilen an der heute „grauen“  blauen Jungfrau vorbei mit ca. 160 Grad Richtung Sandvik. Info für Reinhardt, das war der Hafen mit der Fischhaut im Schlauchboot.

Hier hat sich seit unserem letzten Besuch wenig geändert. Die alte Mühle ist noch da


und das Steinbruchhandwerk mit dem berühmten Ölandkalkstein ( für Interessierte: siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kalksteinindustrie_auf_%C3%96land ), der 




bereits in der frühgeschichtlichen Zeit u.a. für Kirchen verbaut wurde.

Für alle, die es nicht glauben, dass heute Nachmittag in Schweden der Sommer ausgebrochen ist, haben wir mal ein Selfie mit Sonnenschein im Cockpit gemacht.






Donnerstag, 7. Juli 2016

Dolce Vita

Heute Abend sind wir im Dolce Vita gelandet. Eine Pizzeria in Figeholm. Die kroatischen Inhaber waren so nett und so freundlich, ihr Lokal nicht um 21 h – wie angekündigt – zu schließen, sondern den wenigen deutschen Zuschauern die Gelegenheit zu bieten, der Niederlage der deutschen Mannschaft gegen Frankreich bis zum bitteren Ende am TV zu zuschauen.

Figeholm ist immer wieder nett und anlaufenswert ! Inzwischen funktioniert auch das WLAN prima. Die Fahrt hierher (26 Seemeilen) war ruhig, friedlich, flau und super sonnig, bis es mittags heftig auffrischte und Schauer drohten, die aber nicht kamen. Sonst gibt es nichts zu berichten, außer das wir an Boje 40 liegen, nette schwedische Nachbarn mit Hunden haben und es uns (sehr) gut geht. 




Mittwoch, 6. Juli 2016

Idö (27 Seemeilen)

Der Regen am Morgen hat unseren Frühstart verzögert. Mit raumen Winden aus nordost ging es auf die Schärenslalomstrecke. Kein schwedenblau, sondern ein tristes schwedengrau mit Regenschauern begleitete uns auf Fahrt. Schuld ist wohl ein Sturmtief in der südöstlichen Ostsee. Der freie Seeraum vor Vestervik sorgte dann für ruppigen Schwell und Dünung, der die Segel bei dem schwachen Wind knallen ließ. Also Großsegel dichtgeholt und Motor an. Die Bordfrau hätte gern sofort den Urlaub abgebrochen, mußte aber bis Idö durchhalten. Hier ist die Welt wieder in Ordnung.

Das alte Lotsenhaus steht noch und war zur Besichtigung offen.



Dienstag, 5. Juli 2016

Stugvik (Hüttenbucht)

Nach der internationalen Idylle in Haskö





sind wir heute mal nur unter schwedischen Mitseglern gelandet. Auf Stora Alö (große Aalinsel) 




unterhält der Svenska Kryssarclubben seit 30 Jahren einen kleinen privaten Außenhafen mit einer Steganlage, Heck- und Ankerbojen, der in keinem Hafenführer aufgelistet ist. Da Björnö zahlendes Mitglied des Kryssarclubben ist, nutzen wir das Angebot, hier zu liegen. 


Wir waren vor Jahren am 23.07.2012 (siehe unseren Blog aus 2012) schon einmal mit BuR hier, allerdings noch hundelos an einer Außenboje. Heute liegen wir für Teddy bequem am Steg ! Es ist erstaunlicherweise auch immer noch recht entspannt und leer. Besonders, wenn man - wie wir - schon vormittags wieder im nächsten Hafen ist.



Es gibt – oh Wunder - sogar ein WLAN, das funktioniert. Die Verbindung zur Außenwelt bricht nicht ab. Der nächste Wetterbericht ist gesichert.

Der geplante große Inselspaziergang wurde abgebrochen, da der Trampelpfad noch nicht richtig freigetrampelt war, so dass wir doch ein wenig Zeckenangst hatten. Teddy hat ja sein Antizeckenspoton, wir nicht. Außerdem laufen hier überall mutierte Riesenameisen rum, die recht bissig sind. Müssen wir ja nicht haben.

Und, es gibt – neben einer kleinen Bibliothek -


bereits reife Blaubeeren zu ernten.


Uschi hat der Ehrgeiz gepackt und ist losgezogen, um damit morgen unseren restlichen Milchreis zu verfeinern.


Montag, 4. Juli 2016

Wechselbäder auf Haskö

Mit dem Bordhund ging es kurz vor Mitternacht nochmal raus zum Lüften.



Ruhige Nacht in Arkö Sund. Morgens um 08:00 h Wasser und 50 Liter Diesel gebunkert und dann Segel hoch, den Bug nach Süden Richtung Heimat. Leichte westliche Winde schoben uns 16 SM durch das Inselgewirr.

Haskö, unser Tagesziel, 



bot mittags noch genügend Plätze am Steg und an den 4 SXK-Bojen. 



Dies änderte sich dann schnell. Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm, d.h., antizyklisches Segeln ist in der Hauptsaison angesagt, um bequem unterzukommen. Leider hatte unser Heckanker heute keinen guten Tag und wollte nicht halten. Erst im vierten Anlauf klappte es dann endlich. Der Käptn mußte sich danach entschlammen.



Das angesagte Gewitterwetter mit ständig drehenden Winden und Schauern ist eingetroffen.

Teddy übernahm in den trockenen Phasen wie immer die Vorschiffwache.




Sonntag, 3. Juli 2016

Arkösund


Gestern haben wir natürlich den Fußballkrimi D : I auf der Großbildleinwand im Hafenlokal verfolgt. 

Morgens war nach den ungemütlichen Regentagen große Aufbruchstimmung im Hafen von Nyköping.

Um 08:00 h wurden die Leinen losgeworfen und das Hausboot nach Arkösund verholt (23 SM).

Unterwegs haben wir festgestellt, dass Uschi eine eigene Untiefe hat, die wir allerdings weitläufig gemieden haben.


Hier ist es noch entspannt und leer, so dass wir sogar längsseits liegen dürfen.

Jetzt endlich hatte auch der Fischladen im Hafen geöffnet, so dass wir uns mit Frisch- und Räucherfisch eindecken konnten.

Das Wetter ist weiterhin recht wechselhaft, sonnig mit Regenschauern- und -bögen.

Die Björnöcrew möchte nicht versäumen, unserem lieben Freund und langjährigen Oberbootsmann Reinhardt nochmals herzlich zu seinem Geburtstag zu gratulieren. Bleib wie Du bist und uns weiterhin mit Brigitte als Crewmitglied treu.


Mehr Kerzen hatten wir leider nicht !



Samstag, 2. Juli 2016

Frühherbst in Schweden



Wir sind noch immer in Nyköping, da es draußen ungemütlich und meistens nass ist vom Dauerregen. Unter Deck läßt es sich gut aushalten. Wenn das WLAN mal funktioniert, gibt es auch Wetterberichte, die für morgen Besserung in Aussicht stellen.

Heute morgen wurden die Frühstücksbrötchen direkt ans Schiff gespült.



Die Regenpausen nutzen wir für Ortsbesichtigungs- und Hundebewegungsspaziergänge.
Man beachte bitte die Krönchen auf den Köpfen (am Schild) !

Der ausgeschilderte Wanderweg zur Herzstärkung erwies sich nur teilweise als gehenswert, da er später an einer Schnellstraße entlangführte. 5 KM haben wir durchgehalten.


Im Hafen sind wenig Schiffsbewegungen, da die anderen Crews über das Wetter wohl ähnlich denken.